Kein Meister nötig, in wenigen Wochen startklar, planbare Einnahmen über feste Reinigungsverträge — die Reinigungsfirma ist einer der niedrigschwelligsten Wege ins eigene Service-Business. Der Haken: schmale Margen und viel Personalthema. Hier der ehrliche Check: Voraussetzungen, Kosten, Verdienst — und wie du mit AVGS-gefördertem Coaching sauber startest.

Die Reinigungsfirma hat einen Ruf als „einfaches" Business — und an dem ist viel dran: Du brauchst keinen Meister, kein Studium, kannst mit wenig Geld starten und bist in wenigen Wochen am Markt. Gleichzeitig wird oft unterschätzt, dass die Margen schmal sind und du schnell zum Arbeitgeber wirst. Hier zeige ich dir ehrlich, was wirklich dahintersteckt, was du verdienst — und wie du es richtig aufziehst.
Du bietest professionelle Reinigung für andere an — vor allem für Unternehmen: Büros, Praxen, Treppenhäuser, Ladenflächen, Baustellen. Der Kern ist meist die Unterhaltsreinigung: die regelmäßige, vertraglich vereinbarte Reinigung — z. B. dreimal die Woche das Büro. Genau das macht das Modell so attraktiv: Du verkaufst nicht einmalig, sondern bekommst feste monatliche Verträge.
Klingt einfach? Ein Beispiel:
Stell dir eine Arztpraxis vor, die jeden Abend gereinigt werden muss — zuverlässig, hygienisch, ohne dass sich die Praxis selbst darum kümmern will.
Du übernimmst das per Vertrag: fünf Abende die Woche, festes Monatshonorar von z. B. 1.200 €. Dazu kommen ein Bürogebäude und zwei Treppenhäuser. Mit ein paar solchen Verträgen hast du planbaren Umsatz — und sobald es zu viel für dich allein wird, stellst du die erste Reinigungskraft ein.
Das Prinzip: planbare Verträge statt Einzelaufträge. Und weil sauber gemacht werden muss, solange es das Unternehmen gibt, sind das langfristige Kundenbeziehungen.
Nein. Die Gebäudereinigung ist ein zulassungsfreies Handwerk (Anlage B1 der Handwerksordnung) — du brauchst weder einen Meisterbrief noch eine abgeschlossene Ausbildung. Jede:r darf gründen. Das macht die Reinigungsfirma zu einem der zugänglichsten echten Geschäftsmodelle überhaupt. Zwei Dinge solltest du trotzdem wissen:
„Reinigung" ist nicht gleich Reinigung. Die Bereiche unterscheiden sich in Aufwand und Marge:
Mein Rat: Bau dein Fundament aus Unterhaltsreinigungs-Verträgen (planbar) und nimm höher bezahlte Sonderleistungen als Ergänzung dazu.
1. Aufträge gewinnen. Du sprichst Unternehmen, Praxen und Hausverwaltungen an und machst Angebote. Der wichtigste Job am Anfang.
2. Sauber & zuverlässig liefern. Qualität und Pünktlichkeit sind im Reinigungsgeschäft alles — daran entscheidet sich, ob Verträge bleiben.
3. Personal führen. Sobald du wächst, koordinierst du Reinigungskräfte: Einteilung, Qualität, Mindestlohn, Vertretung bei Ausfall.
4. Verträge halten & ausbauen. Ein zufriedener Kunde bleibt jahrelang — und empfiehlt dich weiter.
Renés Einschätzung
Die Reinigungsfirma ist für mich der ehrlichste „Türöffner" ins Unternehmertum: kein Meister, wenig Kapital, schnell am Markt — und durch feste Verträge planbarer Umsatz, den du Schritt für Schritt mit Personal skalieren kannst. Genau deshalb 7. Was die Bestnote verhindert: Die Margen sind schmal, der Wettbewerb ist groß, und du wirst früh zum Arbeitgeber mit allem, was dazugehört (Mindestlohn, Ausfälle, Qualität). Wer von Anfang an sauber kalkuliert, sich eine Nische sucht (z. B. Praxen oder Hausverwaltungen) und Verträge statt Einzeljobs verkauft, baut sich daraus ein richtig solides Unternehmen.
René Bilda · Gründer-Coach, Gründer PilotenFür gewerbliche Unterhaltsreinigung sind 35 – 45 €/Stunde ein realistischer Preis, Spezialreinigungen bringen 50 – 80 €. Der Monatsumsatz liegt je nach Auftragsvolumen zwischen 3.000 und 15.000 € — aber Achtung: 50 – 70 % gehen für Personal, Material, Fahrzeug und Verwaltung drauf. Die Marge entsteht über Menge und gute Organisation.
Ehrlich: Als Solo-Reiniger:in ist das ein solider Start, aber begrenzt — du kannst nur so viele Stunden putzen. Der eigentliche Hebel ist die Skalierung mit Personal: Mehrere Objekte, mehrere Kräfte, du organisierst und akquirierst. Dann zählt jede Marge pro Stunde mehrfach — aber du musst den Mindestlohn und Ausfälle sauber einkalkulieren. Erste Verträge hast du realistisch in wenigen Wochen.

Gut geeignet, wenn du zuverlässig und organisiert bist, niedrigschwellig mit kleinem Risiko starten willst, keine Angst vor körperlicher Arbeit und vor dem Schritt zum Arbeitgeber hast.
Eher nicht, wenn du hohe Margen ohne Personal erwartest, körperliche Arbeit und Randzeiten meiden willst oder ungern Mitarbeiter:innen führst.
Wir helfen dir, sauber zu kalkulieren, deine ersten Verträge zu gewinnen und den Schritt zum Arbeitgeber richtig zu gehen — 100 % gefördert über den AVGS-Gutschein von Jobcenter oder Agentur für Arbeit, ohne Eigenanteil.
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Nein. Die Gebäudereinigung ist ein zulassungsfreies Handwerk (Anlage B1) — kein Meisterbrief und keine Ausbildung nötig. Du meldest ein Gewerbe an und wirst bei der Handwerkskammer ins Verzeichnis zulassungsfreier Handwerke eingetragen.
Nur mit abgeschlossener dreijähriger Ausbildung — die Berufsbezeichnung ist geschützt. Ohne sie startest du als „Reinigungsservice" oder „Reinigungsfachkraft". Gründen und reinigen darfst du trotzdem ganz normal.
Schlank ab etwa 2.000 €, mit Fahrzeug und mehr Ausstattung 5.000 – 10.000 €. Damit gehört die Reinigungsfirma zu den günstigsten Gründungen im Handwerk.
Unterhaltsreinigung 35 – 45 €/Std., Spezialreinigung 50 – 80 €. Der Monatsumsatz liegt bei 3.000 – 15.000 €, wovon 50 – 70 % für Kosten abgehen. Den großen Hebel bringt die Skalierung mit Personal.
Sobald du Reinigungskräfte beschäftigst, gilt der Branchenmindestlohn der Gebäudereinigung (ab 2026: 15,00 €/Std.). Den musst du sauber in deine Preise einrechnen.
Ja, und besonders gut: Da kein Meister nötig ist, baust du das komplette Business — Kalkulation, Verträge, Akquise, Personal, Bürokratie — im AVGS-geförderten Gründercoaching auf. 100 % über Jobcenter oder Agentur für Arbeit.